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Der Sonntag begann in Hartberg mit 25 Grad und einem Spiel, das wie ein Sommerkick begann. Am Ende gab es ein Gewitter und bei nur noch 16 Grad eine packende Partie, die aber keinen Sieger fand. Rapid war überlegen, Hartberg effizient - Endstand 2:2. Mit dem ersten von vielen Angriffen hatte Rapid die beste Chance der ersten Halbzeit. Nikolaus Wurmbrand, diesmal links vorne, flankte, Ercan Kara setzte den Kopfball neben das Tor (3.). Wenn die Gäste den Ball hatten, und das war meistens der Fall, griffen sie im 4-2-3-1 an. Bendeguz Bolla rückte rechts ganz nach vorne, Andreas Weimann versuchte, hinter Kara einen Zehner zu geben. Jannes Horn war mitangereist, ist aber am Spieltag erkrankt. Deswegen spielte links außen Ange Ahoussou. Rapid-Trainer Hoff Thorup Immer wieder wurde Kara gesucht, vier Kopfbälle setzte der Mittelstürmer noch vor der Pause, aber keiner wurde wirklich gefährlich. Gegen seinen Lieblingsgegner opferte sich Kara auf, schaffte in nur 30 Minuten auch drei Ballgewinne. Aber ganz vorne blieb es beim bekannten Problem: Der Tormann bekommt zu wenig zu tun. Ein Weimann-Kopfball war eine leichte Beute für Goalie Ritzy Hülsmann (16.). Und die Hartberger? Wurden nach 40 Minuten mit reiner, konzentrierter Defensivarbeit mutiger. Ein Hoffmann-Schuss wurde gerade noch von Jakob Schöller geblockt, der das Abseits aufgehoben hatte. Der folgende Eckball war die letzte Aktion - sie sollte mit einem Traumtor enden. Wurmbrand passte beim Hin und Her der Kugel nicht auf, diese landete bei Lukas Spendlhofer. Der Abwehrchef bewies viel Gefühl, ganz genau im Kreuzeck landete der Heber des Routiniers im langen Eck - 1:0 (45.+1). Nach der Pause brachte die erste Aktion den Ausgleich. Matthias Seidl legte quer, Bendeguz Bolla zog ab und Konstantin Schopp fälschte noch ab (48.). Auch der nächste Hartberg-Corner brachte über Umwege ein Tor. Der geklärte Ball landete bei Luca Pazourek, der abzog. Gleich zwei Mal wurde der Schuss abgefälscht, entscheidend von Serge-Philipp Raux-Yao (52.). 2:1 durch meisterliche Effizienz des Underdogs. Flügelstürmer Nosa Dahl kam für Schöller, Rapid stand sehr früh sehr hoch. Einen Hedl-Ausflug konnte Elias Havel nicht nutzen (58.). Erst jetzt war das von Trainer Hoff Thorup eingeforderte Tempo bei den Kombinationen zu sehen. Ein Weimann-Volley ging knapp daneben (64.), Karas Fersler misslang (65.). Nach Seidl-Flanke setzte sich Nosa Dahl durch, der Joker glich abermals aus (67.). Ein Gewitter mit Sturm zog auf, während Trainer Schmid (der immer noch auf Vertragsverhandlungen mit Hartberg wartet) wegen des Übertretens der Linie bei der Coaching Zone Rot sah (69.). Mit der Linie von Schiri Weinberger, der es laufen ließ, war Schmid nicht zufrieden, weil zuletzt ganz anders gepfiffen wurde: "Die Schiedsrichter haben einfach keine Linie." Weimann hatte mit Dunkelgelb Glück. Im Finish war Rapid weiter überlegen, auch wenn die Hausherren mutiger wurden. Matthias Seidl zog noch ab - gehalten (88.). Rapid hat erneut eine gute Chance ausgelassen, weiter nach vorne zu stoßen. Am Mittwoch gibt es das Wiedersehen in Hütteldorf.Kara als Kämpfer
Gang hochgeschaltet
Rot für Schmid