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Die israelische Armee hat den weiter von ihr kontrollierten Südlibanon laut einem Medienbericht nach der Waffenruhe in drei Abschnitte unterteilt, in denen sie aktiv ist. Die sogenannte rote Linie bezeichne die erste Reihe von Dörfern direkt an der israelisch-libanesischen Grenze, berichtete die israelische Zeitung «Jediot Achronot». Dort seien die meisten Gebäude bereits zerstört, in dem Gebiet hielten sich keine Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz mehr auf, in einigen Orten hätten israelische Bodentruppen fest Stellungen bezogen. Die Armee äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht. Später veröffentlichte sie lediglich eine Grafik der gesamten sogenannten «Sicherheitszone» nördlich der Grenze. «Jediot Achronot» berichtete, eine «gelbe Linie» - nach dem Modell des auch nach einer Waffenruhe weiter zur Hälfte von Israel besetzten Gazastreifens - verlaufe in sechs bis zehn Kilometer entfernt von der Grenze. In dieser Zone, in der Dutzende von Dörfern liegen, solle Beschuss von Orten im Norden Israels unterbunden werden, hauptsächlich durch Raketen. In dieser Zone seien israelische Bodentruppen noch im Einsatz, es gebe etwa im Bereich der Hisbollah-Hochburg Bint Dschubail auch noch vereinzelt Kämpfe. Ein Soldat bei der Sicherheitsgrenze zwischen Israel und Libanon.Bild: keystone Die dritte Linie reiche bis zum Litani-Fluss, der in etwa 30 Kilometer Entfernung von der Grenze reicht. In dem Bereich wolle die Armee ihre Kontrolle vor allem durch «Feuerkraft und Beobachtungsposten durchsetzen». Bei Verkündung der zehntägigen Waffenruhe am Donnerstag hatte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesagt, die israelische Armee solle derweil in einer «verstärkten Sicherheitszone» im Südlibanon bleiben. Diese reiche vom Mittelmeer bis zur syrischen Grenze und sei etwa zehn Kilometer breit. Dies diene dem Schutz der Ortschaften im Norden Israels vor Hisbollah-Angriffen. Im Libanon herrscht die Sorge vor einer dauerhaften Besatzung des Südens. Bereits nach dem ersten Libanon-Krieg 1982 hatte Israel im Süden des Libanons eine sogenannte «Sicherheitszone» eingerichtet. Erst 2000 zogen sich die letzten israelischen Soldaten nach fortwährenden Verlusten aus dem Gebiet zurück. Der Einmarsch 1982 und die anschliessende Besatzung, die auch darauf abzielten, den Beschuss Nordisraels zu unterbinden, trugen wesentlich zur Entstehung der Hisbollah bei. (sda/dpa)Bodentruppen in bis zu zehn Kilometer breiter Zone
Netanjahu kündigte Pufferzone an